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Free Hoster, die ihren Usern das Webhosting kostenlos anbieten, gibt es im Internet viele. Sie mögen auf den ersten Blick durch die Gebührenfreiheit sehr ansprechend wirken, als echter Ersatz für einen Miet-Host können sie allerdings nur in den seltensten Fällen dienen. Funktionsumfang und Service unterscheiden sich bei den verschiedenen Arten des Hostings teilweise deutlich.

Der Erfolg eines Projektes im Internet ist von vielen Faktoren abhängig. Neben der Aktualität des Inhalts und der Relevanz des Themas spielen Auffindbarkeit, Erreichbarkeit und eine gute Usability der Seite eine entscheidende Rolle. Während einige dieser Punkte vollständig oder teilweise in der Hand des Webmasters liegen, werden andere deutlich von der Wahl des Webspace beeinflusst. Free Hoster bieten normalerweise alles, was nötig ist, um eine Webseite aufzusetzen. Datei-Upload per FTP, PHP und MySQL wird heute fast überall unterstützt. Dafür, dass diese Features auf dem neuesten Stand und voll funktionstüchtig sind, wird von den Anbietern aber nicht garantiert. So ist es bei Free Hosting-Anbietern üblich, bestimmte PHP-Befehle aus Sicherheitsgründen zu deaktivieren, was dazu führen kann, dass Scripte nicht laufen und neu geschrieben werden müssen. An anderer Stelle wird aus Kostengründen auf automatische Backups der gehosteten Internetseiten verzichtet. Kümmert der User sich nicht selbst um die Datensicherung, kann bei einem Servercrash seine ganze Arbeit zunichte gemacht werden.

Ebenfalls problematisch ist die bei kostenlosen Angeboten übliche Begrenzung des Traffics nach dem Fair-Use-Prinzip. Das heißt, dass Nutzern der Zugriff auf eine Seite verwehrt wird, sobald eine bestimmte Datenmengengrenze überschritten wurde. Im schlimmsten Fall kann die Seite vom Dienst ausgeschlossen werden. Doch selbst wenn die Trafficgrenze nicht überschritten wird, kann es dazu kommen, dass die eine Seite nicht mehr erreichbar ist. Beispielsweise durch Server-Ausfälle, die bei kostenfreien Hostern wesentlich häufiger vorkommen als bei bezahlten Anbietern. Gemieteter Webspace hat im Normalfall eine Erreichbarkeit von 99.9 Prozent.
Webmaster sollten also von vornherein auf gemieteten Webspace zurückgreifen, wenn sie vorhaben, ein größeres Projekt aufzubauen. Dafür spricht auch die höhere Zugriffsgeschwindigkeit bei kostenpflichtigen Angeboten, die daraus resultiert, dass Paid Hoster im Normalfall weniger Seiten auf einem Server lagern.

Auch Dienste, die ihr Webhosting kostenlos anbieten, müssen sich finanzieren. Eine Möglichkeit ist das Sammeln von User-Spenden, was dem Kunden letztendlich doch (freiwillige) Kosten verursacht. Weitaus verbreiteter ist jedoch das Schalten von Werbung auf den Seiten der Nutzer. Das ist nicht nur ärgerlich für die User einer Seite, da Layer und Pop-Ups oft als störend empfunden werden, es kann auch zu Problemen führen, wenn der Webmaster selbst Anzeigen auf der Seite platzieren will. So legt zum Beispiel Google eine Höchstgrenze von Werbeblöcken für die Partnerseiten des AdSense-Programms fest. Nur werbefreier Webspace ermöglicht es, das ganze Potential einer Seite auszuschöpfen. Doch selbst wenn keine kommerziellen Ziele verfolgt werden, bietet Webspace ohne Werbung den Besuchern eine angenehmeres Nutzungserlebnis. Ein weiterer Vorteil, den die Inanspruchnahme eines bezahlten Dienstes mit sich bringt.



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